Pierre Ayadi

Coach des Brooks Running Teams

Pierre Ayadi im Interview
1. Wie wird man Coach des Brooks Running Teams?
Man muss in erster Linie Geduld haben ;-) Die Zusammenarbeit mit Brooks hat im Jahr 2006 begonnen. Damals hat mich Bastian Hübschen angesprochen und mir angeboten, dass ich bei meiner Trainertätigkeit von Brooks unterstützt werden könnte. Danach hat sich die Zusammenarbeit immer weiter intensiviert, da beide Seiten sehr zufrieden waren. Nach und nach wurden erst einige Athleten meiner Trainingsgruppe von Brooks unterstützt, dann der gesamte Verein (die LG Olympia Dortmund) und nach umfangreicher Planung haben wir (gemeinsam mit Christopher Billington) in den letzten Jahren mit dem BRT ein Pilotprojekt geschaffen. Es steckt viel Zeit und Arbeit in diesem Projekt und wir haben noch viele Ideen für die Zukunft!

2. Was fasziniert Dich am Laufen?
Am meisten fasziniert mich am Laufen, dass ich es mittlerweile seit über 20 Jahren intensiv betreibe und immer noch Spaß daran habe. Ich laufe fast jeden Tag, ohne dass ich es machen müsste oder ein festes Ziel in Form eines Wettkampfes habe. Wenn ich es mal aus zeitlichen Gründen nicht schaffe, die Laufschuhe zu schnüren, ärgere ich mich abends. Das fasziniert mich!

3. Welchen Athleten würdest Du gerne mal trainieren?
Das ist gar keine einfache Frage. Sicherlich würden jetzt die meisten vermuten, dass ich gerne einen berühmten Weltklasseathleten trainieren würde. Aber eigentlich reizt mich ein fertiger Athlet gar nicht so. Am liebsten würde ich talentierte Nachwuchsathleten im Alter von 16-20 Jahren übernehmen und dann gemeinsam mit ihnen den Weg auf ein hohes Niveau beschreiten!

4. Was wäre Dein Traum als Trainer?
Mit einem Sportler, den man schon lange betreut, eine große internationale Meisterschaft gewinnen!

5. Ist es interessanter/reizvoller, einen jungen Athleten an die Spitze zu führen oder an der Spitze zu halten?
Ich finde den Weg zur Spitze schöner, da es ständig Verbesserungen gibt. Die Arbeit an der Spitze zu bleiben, ist hart und schon kleine Fehler können einen Rückschritt bedeuten.

6. Welche Tipps kannst Du jungen Athleten geben, wenn sie sich verbessern wollen?
Ihr Umfeld unbedingt professionell ausrichten. Sich unabhängig Beratung holen, was professionell ist. Physio, Training, Trainingsgruppe , Trainer, Ausbildung/Studium, alles muss zusammenpassen.

7. Neben dem Talent sind ja noch andere Eigenschaften wichtig, welche sind das Deiner Meinung nach?
Der unbedingte Wille nach guten Leistungen und die Bereitschaft, Vertrauen aufzubringen und sich beraten bzw. trainieren zu lassen. Die Kraft zu haben, auch Niederlagen zu verkraften und danach stärker zurückzukommen!

8. Wie sieht ein Tag bei Dir aus?
Sehr selten gibt es einen freien Tag. Je nach Saisonzeitpunkt oft nur alle 3-4 Wochen mal einen Tag. Ich stehe meist zwischen 7 und 8 Uhr auf. Oft ist dann zwischen 9 und 10 Uhr das erste Mal Training. Ab 16 Uhr steht dann meistens bis 20 Uhr die zweite Einheit mit verschiedenen Athleten zu unterschiedlichen Zeiten an. Dazwischen Bürokram, wie Meldungen, Trainingspläne und –protokolle, Wettkampffahrten und Übernachtungen planen. Neben der Büroarbeit stehen dann noch Termine mit den Athleten bei Ärzten, Physiotherapeuten, Sportpsychologen, Managern usw. an.

9. Du bist viel auf Trainingsplätzen unterwegs, was machst Du sonst so in Deiner Freizeit?
Sport ;-) weil es mir Spaß macht! Aber auch mal Sachen für den Kopf. Zeit mit Familie und Freunden verbringen, was sonst zu kurz kommt!

10. Welche Schlagzeilen würdest Du gerne über das Brooks Running Team lesen?
Brooks und LG Olympia Dortmund besiegeln langfristige Zusammenarbeit mit einem Athletenhaus in Dortmund für hoffnungsvolle Nachwuchsathleten“ Oder „BRT mit drei Athleten zur Europameisterschaft 2014 in Zürich.

 

Brooks - Run Happy - Zehn Fragen an - Pierre Ayadi