Passend zum letzten Beitrag über meinen Tri Suit nun noch ein paar mehr Eindrücke zum leuchtend grünen Anzug von Brooks. Gerade auf der Rolle trage ich ihn fast bei jedem Training, einfach weil er so praktisch ist und auch beim Schwimmen und Laufen gibt es für mich keinen Zweifel über die Nützlichkeit. Was mich aber trotz mangelndem BH besonders erfreut, ist der hohe Tragekomfort bei genannten Sportarten. Das Material, vor allem des Oberteil ist unglaublich weich und während Shirts, Tanks, Tops immer mal wieder zu spüren sind, weil sie sich über die Haut bewegen, vergesse ich den Anzug häufig komplett.
Einen Anzug für mehrere Sportarten im Sportkleiderschrank zu haben, kann sich als durchaus nützlich erweisen. Stichworte wie multifunktional, schnell trocknend, bequem und vor allem praktisch fallen einem da sicher mit als erstes ein. Brooks, spezialisiert auf Laufbekleidung, hat sich nun auch in Sachen Triathlon versucht und den ersten Tri Suit, ein Unisex Modell, herausgebracht.
Unerwartet taucht er auf! Besonders an den kurzen Tagen, die im Herbst beginnen und sich scheinbar quälend lang bis ins Frühjahr hineinziehen. Während man selbst mit quietschbunten Laufsachen, Reflektoren an Schuhen, Socken, Hosen, Shirts und Jacken, einem Blinklicht und neonfarbenem Cap ausgestattet ist, ist er Minimalist. Er taucht am liebsten in der Dämmerung und bei richtig trübem Wetter auf, wenn man absolut nicht damit rechnet – der schwarze Mann.
Man läuft dahin, vielleicht schon seit ein oder zwei Stunden, freut sich auf das warme Zuhause während die Sonne am Horizont versinkt oder noch lange nicht aufgehen möchte. Man träumt dahin und hat Mühe dem Weg zu folgen und plötzlich steht er da – taucht hinter einer Ecke ganz unerwartet auf, steht mitten auf der Straße, springt aus dem Gebüsch und man fragt sich wie er dahin gekommen ist.
Meine Trail-Erfahrung ist nicht die größte; in einer Stadt, die sich zumeist sehr flach über das Land zieht, sind wilde Geländegänge eher die Seltenheit, aber dennoch bieten beispielsweise die großflächigen Parks und Waldgebiete die Möglichkeit kleine Hügel zu erklimmen oder quer über Wiesen und über verwilderte Wege zu hasten. Als Liebhaberin glatter, langer, asphaltierter Straßen lege ich besonders großen Wert darauf, dass ein Laufschuh fürs Gelände mich vor allem sicher unsicheres Terrain überqueren lässt – ich möchte nicht rutschen, etwas gestützt und zudem geführt werden.
Mir wurden auch zwei verschiedene Modelle von Brooks zum Testen zur Verfügung gestellt, die unterschiedlicher nicht hätten sein können – der Wettkampf- & Trainingsschuh ‘Launch’ und der Trailschuh ‘Cascadia’. Beide waren mir vorher unbekannt; da ich aber für meine Glycerin & Ghost für kürzere Distanzen als Marathon eine Alternative suchte und mir der neue PureConnect noch etwas zu schwierig für Wettkampfeinsätze scheint, hatte ich den Launch bereits unter die Lupe genommen.
Meine Fahrrad- und Fotobegleitung schickt sich nun an, neben dem täglichen Radtraining mich in Zukunft auch ab und zu Fuß, also laufend, zu begleiten. Was lag da näher, also sich mit dem Weihnachtsmann auf ein Wort zu treffen und meiner Begleitung auf diesem Wege seine ersten Laufsachen zukommen zu lassen. Das wichtigste neben Laufschuhen sind natürlich passende Hosen. Da er ersteres bereits besitzt und wir jetzt Winter haben, so dass er nicht einfach irgendeine Shorts nehmen kann, sollte es eine lange Hose und eine wärmende Unterhose werden. Er sollte schließlich nicht durch zu kalte Temperaturen abgeschreckt werden und womöglich dem Laufen direkt wieder abschwören.
Im Namen von ihm ein paar kurze Eindrücke zu seiner ersten Laufbekleidung von Brooks.
Vor einem Jahr um diese Zeit, stand ich entweder knietief im Schnee und watete morgens als erste durch die dicke Schicht an Flocken oder versuchte mit Spikes etwas halt auf dick überfrorenen Wegen zu finden, während meine Oberschenkel vor Kälte zu glühen schienen. „Im nächsten Winter machst du alles anders“, sagte ich mir und stattete mich selbst mit einigen Kleinigkeiten aus, die mir das Laufleben etwas erleichtern sollten.
Mehrere hundert Kilometer haben beide Modelle, ein Trail- und ein Wettkampfschuh, von Brooks nun schon weggelaufen und es wird Zeit in der kommenden Woche ein Fazit zu ziehen. Soviel sei schon einmal gesagt, beide laufen sich gut; besonders der Launch hat es mir angetan und war seit dem ersten Tragen auch bei den Wettkämpfen mit dabei.
Perfekt für den Winter gerüstet, lautete die Devise im Herbst, als es darum ging, für welche Laufjacken ich mich entscheide. Messerundgänge und Kaufhausbesuche, Beratungen und Lesen von Informationen, haben mich dann dazu gebracht, eine Jacke für schwere Regenfälle und wirklich eisige Temperaturen zu kaufen. Dazu musste es noch eine leuchtende Version sein, die man in tiefer Dunkelheit auch noch sehen kann und gleichzeitig als letzte Lage zum Einsatz kommen kann. Ein Hoodie gehört natürlich auch in jeden Laufschrank, zumindest wenn man Kapuzen liebt.
Wieder so ein Frauenspruch? Bei Twitter gibt es ja immer wieder einige Damen, die so wie sie ihren Schuh- und Handtaschenschrank füllen, auch Laufsachen ohne Ende aufstocken. Es muss farblich passen, es muss der aktuellen Mode entsprechen und natürlich ganz nebenbei auch funktional sein. Hätte ich die Wahl und dürfte mir ein Teil aus der aktuellen Brookskollektion aussuchen, würde es sehr schwierig werden, denn neben den Armlingen ist das Infiniti Wind Shirt mein absoluter Favorit.





