Brooks International
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Vor gut anderthalb Wochen habe ich mich mit meinem letzten Testbericht über die Epiphany Run 2 in 1 Short gemeldet – inzwischen sind die Bäume fast kahl und die Temperaturen stark gesunken. Morgens und abends ist es mit 2-4°C empfindlich kalt –  eine Frostbeule der sensibelsten Sorte, wie ich es nun einmal bin, muss sich also Gedanken über schützende, wärmende Klamotten machen. Wie schon in meinem Startbericht erwähnt, bin ich mit Stirnbändern bislang nicht in Kontakt gekommen. Der abschreckende Punkt ist, dass sie mir einfach nicht stehen und ich mich nicht wohl fühle, wenn ich das Gefühl habe, dass etwas komplett deppert an mir ausschaut.

Nun gut da Brooks mich nun aber mit diesem “Dings”, wie Christoph zu sagen pflegt, ausgestattet hat, musste es nun zum Einsatz kommen. Für eine Laufmütze war es mir dann doch zu warm, also warum nicht mutig sein & sich überraschen lassen? Vor dem Spiegel habe ich versucht, das WMN’ Seamless Headband, wie es mit korrektem Namen heißt,  irgendwie hübsch auf meinem Kopf zu drapieren und nach mehreren Versuchen und mit multiaufgeladenen Haaren ging es dann raus in die Dunkelheit.

Das äußere Erscheinungsbild

Das Stirnband ist einem schlichtem Schwarz gehalten, welches aber durch ein kleines Brookslogo am unteren Rand und ein verspieltes Blümchenmuster aufgelockert wird. Es ist ca. 7 cm breit und hat ganz normal liegend einen Umfang von ca. 46 cm.

Das Tragegefühl

Im ersten Moment fühlt sich das Stirnband etwas ungewohnt an, doch schon nach wenigen Metern merkt man gar nicht mehr, dass man etwas auf dem Kopf hat. Da das Band ziemlich eng anliegend ist, bleibt es dort, wo es hingehört – nämlich schön warm die Ohren bedeckend. Das Material ist sehr leicht und lässt sich gut dehnen (77% Nylon, 17% Polypropylene, 6% Spandex) – natürlich ist es atmungsaktiv.  Auch unter dem Fahrradhelm ist es optimal zu tragen. Besonders gut gefällt mir, dass es nicht verrutscht und trotzdem nicht einengend ist.

Im Praxistest

Das Seamless Headband hat meinen Praxistest voll bestanden. Der Vorteil ist, dass bei eisigem Wind oder knackigkalten Temperaturen die Ohren sehr gut geschützt sind. Auch nach mehrmaligem Tragen leiert das Band nicht aus. Bei Mützen habe ich manchmal das Problem, dass es mir einfach zu warm wird und die unteren Haare im Nackenbereich hinterher klatternass vom Schweiß sind. Mit dem Seamless Headband ist das aber kein Problem, da genügend Wärme über den unbedeckten Teil des Kopfes entweichen kann.  Nach dem Laufen ist das dünne Band überhaupt nicht nass – die aufgenommene Feuchtigkeit wird direkt abtransportiert.

Fazit

Tja wie man beim Lesen vielleicht gemerkt hat, habe ich mein Stirnband lieb gewonnen. Es ist praktisch und mit € 14,95 sogar für den studentischen Geldbeutel erschwinglich. Das Problem ist – ich fühle mich damit nicht wohl. Das Blümchendesign ist für mich ein bisschen zu viel des Guten. Aber das ist wie immer Geschmackssache – ich bin mir sicher vielen laufenden Mädels wird gerade dieser Punkt gefallen. Die meisten Bänder sind ja doch eher schlicht gehalten und so ist das Seamless Headband schon eine willkommene Abwechslung im Stirnbandeinerlei. Und wem der blümchenhafte Flower-Power-Look zu viel ist, kann immer noch auf die schlichtere Herrenvariante zurückgreifen. Ich werde das Stirnband weiterhin tragen, aber nur wenn es dunkel ist, in Städten, wo man mich nicht kennt oder an versteckten Orten im Wald. Zusammen dürfen wir nicht gesehen werden…

Weitere Bekehrte sind Tom und Gerd – allerdings haben sie den Mut zur offenen Beziehung. :-)

 

One Response to “WMN’ SEAMLESS HEADBAND – Meine heimliche Affäre”

  1. Laufhannes says:

    Tom und Gerd haben ja auch die Anti-Blümchen-Männer-Variante ;-)

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